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Erfolgreich Vorstand gespielt – queos gewinnen Planspiel

Am 20. und 21.09.2012 kämpften die besten 15 studentischen Teams aus ganz Deutschland um den Sieg in einem Planspielwettbewerb des BMWi. Unsere Werkstudenten Jan Drechsler und Robert Tietze gingen als Sieger hervor – ich habe sie dazu interviewt.

Robert und Jan, in der letzten Woche hat man euch auf den Gängen von queo auffallend viel gratuliert. Wozu?

Robert: Zum Championscup-Gewinn im EXIST-priME-Cup.

Was verbirgt sich dahinter?

Jan: Der EXIST-priME-Cup ist ein Planspielwettbewerb, bei dem Studententeams aus ganz Deutschland gegeneinander antreten, ein fiktives Unternehmen übernehmen und über mehrere Geschäftsjahre führen müssen. Wer sich da am besten schlägt, kommt Runde für Runde weiter und kann dann, so wie wir, mit etwas Glück das Bundesfinale gewinnen.

Wie seid ihr darauf gekommen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen?

Jan: Das ist eine lange Geschichte. Als ich noch an der Berufsakademie studiert habe, war das Teil einer Vorlesung. Mein Team hat damals in der ersten Runde den zweiten Platz geschafft, wollte aber dann nicht weitermachen. Ich habe mir also ein neues Team gesucht, mit meinem Mitbewohner und anderen Kollegen, wir sind zum Mastercup gefahren und leider grandios gescheitert. Wir hatten aber so viel Spaß, dass wir unbedingt nochmal daran teilnehmen wollten. Über einen Umweg über die HTW Dresden durften wir dann nochmal am Mastercup teilnehmen, haben das Team leicht verändert und Robert kam hinzu. Beim nächsten Mastercup hatten wir dann dazugelernt und sind Erster geworden. Damit hatten wir uns qualifiziert.
Und der Virus, warum man mitmachen will… Es ist Lernen pur, hat aber überhaupt nichts mit Uni zu tun. Man sitzt nicht nur da und hört zu, sondern kriegt etwas auf den Tisch gelegt, soll losarbeiten. Wenn man etwas richtig macht, kriegt man auf die Schulter geklopft, wenn man es falsch macht, wird einem klares Feedback gegeben.

Robert: Das ganze Setting ist sehr interessant, die vielen verschiedenen Stufen. Spannend ist vor allem, dass man nicht nur das Unternehmenssetting bekommt, das man spielen muss, sondern im Mastercup auch ein Jahresabschlussbericht präsentiert werden muss. Da war interessant zu sehen, was die Aktionäre wirklich hören wollen – man selbst ist ja eh immer vom eigenen Unternehmen begeistert (lacht). Das ist der Lernaspekt. Im nächsten Level musste man nebenbei noch eine Fallstudie zur Unternehmensübergabe in 4h bearbeiten. Diese verschiedenen Aufgaben werden alle separat gewertet, man muss nicht alles gewinnen, aber generell gut sein.

Wie laufen die Runden im Einzelnen ab, was hat euch erwartet?

Jan: Man bekommt circa 2 Wochen vorher ein ausführliches Handbuch, indem die Unternehmenssituation dargestellt wird und alle Kennzahlen erklärt werden. In jeder Periode bekommt man für das Unternehmen erneut seitenweise Tabellen (Marktforschungsberichte, Marktprognosen, Bilanz, GuV), aus denen man Kennzahlen zieht, um Entscheidungen treffen zu können.

Robert: Ja, man hat dann schon an die 80 Kennzahlen, mit denen man in 90 Minuten jongliert um zu Entscheidungen zu kommen. Wir haben das so organisiert, dass jeder in unserem Team seine bestimmten Zahlen hatte, auf die er konsequent geachtet hat. Unsere beiden Mathematiker haben Prognosen hoch und runter gerechnet und dann die laufenden Zahlen berechnet, die man am Ende in das Entscheidungsblatt eingetragen hat.

Inwiefern haben euch Fähigkeiten, die ihr durch die Arbeit bei queo erworben habt, weitergeholfen?

Robert: Ja, das organisierte Arbeiten im Team.

Jan: Gute Frage. Ich glaube auch, das arbeitsteilige und effiziente Arbeiten, dass wir aus dem Arbeitsalltag bei queo kennen, hat uns geholfen… im Studium ist man ja bei Gruppenarbeiten manchmal noch der Meinung, man müsse immer alles zusammen machen. Wir haben unsere Aufgaben im Team klar verteilt. Wir mussten uns zwar dann extrem aufeinander verlassen, aber dieses Vertrauen hat sich im Laufe des Wettbewerbes entwickelt und war auch, denke ich, ausschlaggebend für unseren Enderfolg.
Was wir auch bemerkt haben: unsere Projekterfahrung von queo hat uns gelehrt, mit Ruhe bei der Arbeit zu sein. Im Studium hat man selten viele Projekte, die man eigenständig stemmen muss, auf Arbeit wird das mehr. Die beiden Wettbewerbstage sind extremer Stress und es hilft ganz bestimmt, Projekterfahrung zu haben und so die Ruhe bewahren zu können, zum Beispiel wenn man wie wir in nur einer Stunde eine Endpräsentation bauen muss. Da sind wir erstaunlich konzentriert geblieben.

Inwiefern hat das Planspiel euren Berufswunsch gestärkt oder verändert? Jan, du bist derzeit im Brand Consulting tätig, Robert du im Projektmanagement. Strebt ihr nun mehr als vorher danach, ein Unternehmen zu leiten?

Jan: (lacht) mmh, das Planspiel soll ja eigentlich zur Selbständigkeit motivieren. Ich persönlich habe aber mehr Motivation zur Führung eines Unternehmens mitgenommen, die Gründung hat indem Planspiel keine Rolle gespielt, man jongliert ja nur mit Millionen Euro…

Robert: Naja, es sensibilisiert dich schon dafür, was alles in einem Unternehmen zu beachten ist und aus welchen Ecken Dinge kommen können, wenn man gründet. Demnächst wird  das Planspiel aber auch vereinfacht und gründungsnäher gestaltet.

Jan: Ich denke aber schon, dass das Planspiel den Unternehmergeist stärkt.

Robert: Ja, denn zumindest im Planspiel hat man es ja schon mal hingekriegt 😉 Eine Anfangsbarriere ist wahrscheinlich genommen.

Das Siegerteam (v.h.l.n.v.r.): Tim Pohlenz , Robert Tietze (beide HTW Dresden), René Phan, Jacob Focke (beide TU Dresden) und Jan Drechsler (HS Mittweida)

Letzte Frage: Was macht ihr mit dem Preisgeld?

Jan: (lacht) Interessant, dass jeder danach fragt. Wir haben natürlich gerecht geteilt. Meinen Teil werde ich unter anderem in einen Flug nach Neuseeland im nächsten Jahr investieren.

Robert: Ja ich denke auch, dass es bei mir für Urlaub genutzt wird.

Das habt ihr euch auch redlich verdient. Vielen Dank für das Interview und noch einmal herzlichen Glückwunsch.

//kurz und teilbar//
Zwei Werkstudenten von queo,  Jan Drechsler und Robert Tietze, haben den bundesweiten Unternehmensplanspielwettbewerb EXIST-priME-Cup gewonnen und berichten von dieser Erfahrung.


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