queo blog

Designers Open 2014 – Unser Fazit

Wheeeeeee, Teamausflug! Das erste Mal seit gefühlter Ewigkeit haben wir für einen Tag die Designabteilung komplett dicht gemacht und sind geschlossen in das ferne Leipzig gepilgert, um uns dort die Designers Open und die dazugehörige Grafikdesign-Konferenz „positions“ anzuschauen und optimalerweise mit viel Inspiration und Wissenszuwachs zurück zu kehren.

YouTube Preview Image

Die Grafikdesign-Konferenz „positions“

Erstmals gab es dieses Jahr Grafikdesign als offiziellen Teil der Veranstaltung, und dass das für die Veranstalter neu war, hat man auch gemerkt. Im Vergleich zu Produktdesign und Fashion war Grafikdesign sehr unterrepräsentiert. Allerdings gab es ja besagte Konferenz am Freitag. Dort sollten vier Redner aus der Branche ihre Arbeiten und ihre Positionen vorstellen. Das gelang mal mehr und mal weniger, hier meine Essenz:

Markus Dreßen, Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und Mitbetreiber des Grafikdesign-Büros Spector, stellt vor allem seine Projekte mit Studenten vor, die sich teilweise schon stark vom eigentlichen Grafikdesign entfernen. Seine Aussagen über die veränderte Rolle des Grafikdesigners passten dann aber nicht dazu. Ich bin immer noch so verwirrt, dass ich es nicht schaffe, hier genaueres darüber zu schreiben.

Ramon Haindl erzählt, wie er trotz Designstudium eher zufällig Fotograf statt Designer wurde und seine Skills erst später mit den Aufgaben wuchsen. Inzwischen shootet er sowohl Neon-Covers mit den detailliertesten Briefings der Welt als auch Covers für Indie-Musikmagazine mit eher freien Anweisungen. Der Sprung in den internationalen Markt kam durch seinen Blog. Inzwischen macht er gern Collagen und findet zurück zum Design.

Klub 7 ist ein Street-Art-Künstlerkollektiv, das es selber komisch findet, mit Mitte 30 noch merkwürdige Spitznamen zu haben. Nichtsdestotrotz erzählt uns Diskorobot von seiner Liebe zu Kreide, halblegalen und legalen Zeichen-Gigs und den lieben und bösen Kunden, denn: für das tägliche Brot muss man manchmal auch ein paar Kompromisse eingehen.

Studio Yukiko wird repräsentiert von zwei attraktiven jungen Brighton-Absolventen, die fast alle Jobs in der Firma bestreiten (beide sind u.a. Art Director, Regisseur, Grafiker und mit Sicherheit noch Sachen, die ich mir nicht gemerkt hab). Die vorgestellten Arbeiten sind größtenteils gestalterisch sehr schick, laut eigener Aussage, lassen viele ihrer Kunden sie „einfach machen“, da sie ihnen vertrauen. Nice!

Die Designers‘ Open

Zur Messe will ich gar nicht soviel sagen. Sie war auf jeden Fall überschaubar und glich in weiten Teilen eher einem Flohmarkt für Designerware. Einige Plätze wirkten auch wie von Etsy und Dawanda angemietet.

Wie bereits erwähnt, war Grafikdesign eher unterrepräsentiert, man konnte sich jedoch sekundär, durch die Betrachtung der Printmaterialien der Produktdesigner, dann wieder ein paar Anregungen holen 😉 Produktdesign hat aber natürlich auch etwas sehr Ansprechendes, es tut gut und beflügelt die Inspiration, auch mal aus dem täglichen Geschäft rauszukommen und zu sehen, was es noch alles so gibt.

Außerdem gibt es ja viele erkennbare Trends, die sich durch alle Bereiche ziehen. Überall vorzufinden: Nachhaltigkeit, natürliche Rohstoffe, Upcycling usw. und das natürlich alles in Handarbeit. Ich habe selten soviele verschiedene Dinge aus Holz auf einem Haufen gesehen. Ein weiterer Trend: 3D-Druck und -Veredlung in all ihren verschiedenen Ausprägungen, überall gab es gedruckte Items, Figuren, Schmuck, gelasertes Holz und Papier.

Ansonsten haben wir uns auch die ganzen kleineren Ausstellungen angeguckt. Es gab einige kleinere Wettbewerbsergebnisse (u.a. den Sächsischen Staatspreis für Design, bei dem die Dresdner Agentur neongrau verdient abräumte), einen Architekturbereich und viele vertretene Hochschulen. Wir haben Sven auf ein 5000€-E-Bike gesetzt und eine Runde fahren lassen. Leider konnten wir die Aussteller nicht von einem 3000€-Deal überzeugen.

Unser allgemeines Fazit: die Designers‘ Open ist eine schöne kleine Messe, an manchen Stellen aber leider eher Verkaufsveranstaltung, jedoch allemal gut für ein bisschen Inspiration. Die Konferenz hätten wir uns inhaltlich stärker gewünscht. Im Endeffekt waren es eher „Showreel“-Präsentationen ohne wirkliche Erkenntnisse (außer, dass man manchmal auch mal Glück haben muss, um durchzustarten 😉 )

Die Galerie

Hier jetzt Fotos mit noch mehr Infos!


One thought on “Designers Open 2014 – Unser Fazit

  1. Pingback: Creative Paper Conference 2014 – Mein Fazit | queo blog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.