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Recap: Das war die SEO-Campixx 2015

Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit – das sonst so ruhige Hotel am Müggelsee am Rande Berlins wurde von 500 SEOs und Online Marketern besiedelt. Und alle mit dem festen Ziel, dass diese Campixx mindestens genauso großartig wie die vorhergehenden wird. Ob das Ziel erreicht wurde? Meiner Meinung nach definitiv, denn es war wieder eine hervorragende Mischung aus Wissensaustausch, Netzwerken, alte -Bekannte -wiedertreffen und viel Spaß.

Der Samstag: Wissen, Wissen, und jede Menge Spaß

Punkt 9 Uhr wurde die siebte SEO-Campixx eröffnet. Dabei reden wir nicht von langweiligen Eröffnungsreden! Marco Janck lässt sich immer wieder was einfallen und diesmal wurden wir im wahrsten Sinne des Wortes verzaubert – und zwar vom Media-Magier Andreas Axmann. Ein gelungener Einstieg in ein spannendes Wochenende.

SEO-Campixx-Berlin-2015

WordPress Professional

Der Samstag begann mit der Session von Sebastian Blum und dem Thema WordPress Professional. In seinem Slot zeigte er uns, was das CMS alles leisten kann. Klar, einfach installieren und loslegen geht vor allem bei Unternehmensseiten nicht. Sowohl technisch als auch strukturell braucht es einen Plan. Und wie sieht dieser Plan aus? Kenne das Vorhaben und vor allem: Teste, teste, teste!

Learnings:

  • Plug-Ins sollten nach Möglichkeit nur von der offiziellen wordpress.org-Seite verwendet werden
  • Bei sehr großen Vorhaben: Eine Testumgebung hat noch niemandem geschadet

Yandex: Erfahrungsbericht

Nach einer kurzen Kaffeepause lauschte ich dann den Erzählungen von Markus Tandler. Er gab einen Einblick in die Yandex-Welt. Da er einige Insights mit uns teilte, gilt das Prinzip Don’t tweet, don’t tell. Also wird hier nicht mehr stehen als mein positives Feedback, denn die Session war locker, ungezwungen und sehr interessant.

Duplicate Content aus Sicht der Suchmaschinen

Nach dem Mittag gab Thomas Zeithaml Einblick in die Thematik Duplicate Content (DC) aus Sicht der Suchmaschinen. Dabei erklärte er das sogenannte Shingle-Prinzip, um DC auf Inhaltsseiten besser bewerten zu können.

Learnings:

  • Shingle-Prinzip lernen zu verstehen (wird höchstwahrscheinlich nach und nach bei Google als Anwendungsbeispiel integriert)

DEFINITION: Shingles sind Bausteine eines Satzes, die sich überschneiden. Wichtig ist es, die Länge eines Shingles auf 3-4 Worte zu begrenzen, um Ähnlichkeiten zu erkennen. Denn bei einem Shingle wird der darin enthaltene Satzteil in sich zerlegt und anschließend übereinander gelegt. Dadurch lassen sich Duplicate im Netz einfacher identifizieren.

Beispiel: „Ich bin ein Satz ohne viel Aussagekraft.“

Shingle 1 = Ich, bin, ein, Satz
Shingle 2 = bin, ein, Satz, ohne
Shingle 3 = ein, Satz, ohne, viel
Shingle 4 = Satz, ohne, viel, Aussagekraft
Shingle 5 = ohne, viel, Aussagekraft. Ich ….. usw.

Je höher die Schnittmenge vergleichender Shingles ist, umso ähnlicher sind die Texte zueinander.

SEO Performance vs. Brand Marketing

Es ging spannend weiter und Korbinian Spann ging auf die Wechselwirkungen zwischen SEO Performance und Brand Marketing ein. Anhand von einem guten Case aus der Praxis bekamen wir Einblicke, wie schnell falsche Kanäle abgeschaltet oder zugeschaltet werden.

Learnings:

    • First Click, Last Click funktioniert nicht
    • Customer Journeys verstehen und skizzieren, um Marketing-Budgets effizient aufzuteilen

SEO-Performance-Brand-Marketing

Onpage-Tools im Vergleich

Und zum Schluss folgte der Vortrag, auf den ich mich am meisten freute. Daniel Wette und Samarina Victoria von Ranking Coach haben die Mammutaufgabe auf sich genommen, 12 Onpage-Tools und deren Interpretationsfähigkeiten von Fehlern zu vergleichen. Im Kern spiegelt der Test wider, warum gute Tools einfach ihr Geld kosten. Wer es ganz ausführlich nachlesen möchte, ist im Blog von Eisy goldrichtig.

Learnings:

  • das perfekte Tool gibt es nicht, aber fast-perfekte
  • Die Ergebnisse aus Onpage-Tools sollten immer hinterfragt werden, auch wenn das Tool noch so gut ist

Ein Zwischenfazit

Schon an diesem ersten Tag einer eigentlichen SEO-Veranstaltung merkte man, dass es sich von reinen SEO als Einzeldisziplin zunehmend zu einer Mischform entwickelt und der User mit all seinen Touchpoints im Fokus steht. War das im vorigen Jahr noch mehr ein theoretisches Thema, lässt sich dieses Jahr das praktische Umdenken im Großteil der Szene erkennen.

Der Sonntag: viel Kaffee, meine eigene Session und Abschied

Mit etwas weniger Schlaf ging es auf in den zweiten Tag. Und dieser startete direkt mit meiner Session, denn ich hatte das Vergnügen, meinen ersten Vortrag halten zu dürfen. Das Thema meiner Wahl war die Customer Journey mit dem speziellen Einfluss von Offline-Touchpoints, dargestellt und erklärt an 2 Cases aus der Praxis.

Learnings:

  • Was wollen die Kunden, was denken sie? Diese Informationen müssen eingefangen, verarbeitet und auf relevanten Plattformen wiedergegeben werden
  • Zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt, hat Offline immer noch genug Kraft, Käufe zu initiieren oder zu pushen

Offline-Touchpoints-1

10.000 A/B – Tests: Learnings

Nils Kattau von Conversionlift macht seit Jahren nichts anderes, als Websites hinsichtlich ihrer Conversion-Rates zu optimieren – mit Erfolg. Nachdem sein Team und er die 10.000er Marke an Tests knackten, sammelte Nils die wichtigsten Learnings, um sie an uns weiterzugeben.

Learnings:

  • Eine Zielgruppe, die männlich oder weiblich zwischen 15 und 50 Jahren ist, gibt es nicht
  • vor jedem Test muss mindestens 1 Hypothese erstellt werden
  • auf 10 Pixel weiter links kommt es nicht an
  • Es reicht nicht, nur die Buttonfarbe zu ändern und auf Reichtum zu hoffen

SEOriösität – Eine Branche im Umbruch?

Der Titel klang spannend und es wartete eine Talkrunde auf die Session-Zuhörer. Auf der Bühne saßen Nils Dahnke, Mariano Glas, Florian Stelzner, Björn Tantau und Gero Wenderlohn und diskutierten gemeinsam mit dem Publikum, ob und wie sich SEO (noch) verkaufen lässt und ob die Branche es nötig hat, an ihrem Image arbeiten zu müssen.

Learnings:

  • SEO zunehmend als integralen Bestandteil verstehen
  • SEO offen und ehrlich verkaufen, sagen was geht und was nicht
  • Linkpakete verkaufen? Nein!
  • KPIs sinnvoll wählen, damit Kunden, Chefs und Entscheider den Bereich auch wirklich einschätzen können. Eine reine Zunahme an Besuchern bringt den wenigsten was.

Das war sie – die siebte SEO-Campixx

Eines steht fest – die 2 Tage gehen immer zu schnell vorüber! Es ist ein Wochenende gemischt aus Wissen, Austausch und Spaß und ich nehme viel neues Wissen und interessante Ansätze mit, was ich gerne weitergebe! Denn das ist ein Punkt, welcher die SEO-Szene meiner Meinung zu solch einer besonderen macht: Hilfe und Support untereinander sind selbstverständlich! Und mit dem Wissen, dass das so bleiben wird, bin ich nächstes wieder anwesend – SEO-Ehrenwort!


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