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Eindrücke zur webinale 2015

In der zweiten Juniwoche besuchte ich für drei Tage die webinale in Berlin. Nach zwei Tagen voller interessanter Sessions und Keynotes besuchte ich am dritten Tag einen Workshop mit Prof. Wolfgang Henseler zum Thema „Natural-User-Interface-Design“.

Webinale Maritim Hotel BerlinWie auf solchen Veranstaltungen üblich, gab es natürlich einige Sessions die für mich persönlich eher uninteressant waren. Der überwiegende Teil der Vorträge eröffnete mir jedoch neue Sichtweisen, Denkanstöße und Inspirationen für meine tägliche Arbeit hier bei queo. Dabei wurde mir deutlich, dass queo an vielen Stellen bereits sehr gut aufgestellt ist, aber auch andere Agenturen genau wie wir nach neuen Workflows suchen und testen, um die immer komplexer werdenden Anforderungen, speziell im Bereich User-Interfaces zu erfüllen.

Zu den für mich interessantesten Sessions gehörten:

  • „Conversion-Centered-Redesign – Warum wenige Details über sehr viel Umsatz entscheiden“ von André Morys,
  • „Tabletoptimierung – Erfahrungen und Stolpersteine aus dem Testing-Alltag“ von Dennis Herzberger,
  • „Web-Components“ von Peter Kröner,
  • „Der User ist nicht in Cannes – Warum Kreativagenturen den Anschluss verlieren (und was sie anders machen sollten).“ von Hannes Ley,
  • „CSS3-Grid-Layouts“ von Florence Maurice,
  • „Lean UX statt Anforderungsmanagement“ von Agnieszka M. Walorska.

Besonders in Erinnerung bleiben werden mir die beiden Veranstaltungen von Prof. Wolfgang Henseler. Neben dem bereits erwähnten Workshop referierte er noch in einer Session zum Thema „Digital Change“.

Der rapide stattfindende Wandel von statischen Webseiten (Web 1.0) zu webkonnektierten Produkten des Internets der Dinge (Web 3.0) führt auch im Bereich des User-Interface-Designs und der User Experience zu neuen Anforderungen. Dieser gestalterische Paradigmenwechsel bewirkt, dass eine neue Art des Denkens von Nöten ist, um den geänderten Erwartungshaltungen der Nutzer und Unternehmen gerecht zu werden. Nicht mehr Inhalte sondern Dienste sind die neuen Könige des Erfolgs. Interfacedesign wird zu Servicedesign und das Design von Aussehen wird durch die Gestaltung des Verhaltens abgelöst. In dem Vortrag werden die neuen Anforderungen des Denkens und Gestaltens durch die digitale Transformation dargestellt und die spezifischen Faktoren des Neuen beleuchtet.

Zitat: Prof. Wolfgang Henseler

Workshop NUIIm Workshop haben wir dann versucht, dieses neue Denken („Design Thinking“) anzuwenden. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und bekamen die Aufgabe, einen Service zu konzipieren, der ein ganz konkretes Problem im Alltag lösen sollte und diesen auch gleich durch einen Prototypen in Videoform zu erklären und ein Businessmodell zu skizzieren. Das alles geschah innerhalb weniger Stunden.

Wer Lust hat, so etwas in der Art auch einmal auszuprobieren, dem sei der Global Service Jam ans Herz gelegt. Mir hat die Konfrontation mit dem Thema „Service Design“ eine neue Sichtweise beschert, die mich dazu herausfordert, neue Herangehensweisen an alte Probleme auszuprobieren.

Workshop NUI TischIch blicke zurück auf sehr spannende und interessante Tage in Berlin mit Inhalten, die ich nun gerne an meine Kollegen weiter geben möchte. Für mich steht fest, dass ich nächstes Jahr wieder teilnehmen werde.


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