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Fotostory: 3 Tage Service Jam in Dresden

Es war mal wieder soweit – der Global Service Jam war Gast in Dresden. Die globale Veranstaltung fand zum 4. Mal in Folge in Dresden (und parallel in 90 anderen Orten weltweit) statt. Sie wird von einem 12-köpfigen interdisziplinären und unabhängigen Organisationsteam – mit Unterstützung von queo – organisiert und methodisch durchgeführt. Beim Global Service Jam entwickeln Teams an einem Wochenende mit dem Prozess und den Methoden des Design Thinkings Serviceprototypen, die die Welt ein klein wenig besser machen sollen. Für den Jam in Dresden sind die Ziele klar formuliert: Spaß haben, Methoden und Teamarbeit lernen sowie spannende Kontakte knüpfen.

Bereits 2014 habe ich rückblickende Worte verfasst, deshalb möchte ich mich dieses Jahr auf einen Rückblick in Bildern beschränken.

Das Wochenende verspricht vor allem Eines – einen deutlichen Kontrast zum Arbeitsalltag zu setzen. Alles beginnt am Freitag Abend mit der Verkündung des geheimen globalen Themas. Knapp 40 Teilnehmer warten dieses Jahr auf ein …… Plumps-Geräusch.
IMG_0423Der Jam weckt die Spontanität, Lockerheit, Neugier und Kreativität bei den Teilnehmern. Ein Braindating macht eine spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema und den anderen Teilnehmern möglich. Dazu wird geschrieben, gezeichnet und gebastelt.

IMG_0424Jeder Gedanke ist es Wert, festgehalten zu werden. Und alle Gedanken sollten jederzeit sichtbar für alle Teams sein – eines der Grundprinzipien von Design Thinking.

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Wer neben Brainstormings neue methodische Herangehensweisen für Kreativprozesse sucht, für den bietet der Global Service Jam die richtige Plattform. Auf die Teilnehmer wartet schon am Freitag Abend methodische Highlights: Das Octopus-Clustering und das Spiel mit den Mangel-Stellwänden zur Teamfindung.

IMG_0425Der Jam verkürzt einen regulären Innovationsprozess von mehreren Wochen auf nur 48h. Bis Sonntag sollen die Teilnehmer aus einen abstrakten Thema einen testbaren Serviceprototyp entwickeln. Und irgendwo an dieser Wand, hängt eine Situation, die die Teilnehmer die nächsten zwei Tage beschäftigen wird. Challenge accepted!

IMG_0433Powerpoint und lange Argumentationen sind beim Global Service Jam nicht gern gesehen – viel mehr geht es um das möglichst plastische Darstellen von Problemsituationen, Zielgruppenbedürfnissen und Lösungsansätzen. Am Samstag Mittag beispielsweise stellen die Teams schauspielerisch Situationen und Zielpersonen vor, für die sie einen Service entwickeln wollen.
IMG_0442Insgesamt 6 Teams entwickelten Ideen, die das Leben für Gutmenschen, Abenteuerlustige, Backpacker, Angsthasen, Familien und Umweltbewusste etwas besser machen können. Dabei steht beim Jam der gemeinsame Spaß und die methodische Weiterentwicklung vor der eigentlichen Idee. 
IMG_0450Der Jam verlangt jedoch nicht nur das Einbringen aller Teilnehmer, sondern bietet auch selbst Impulse. So wie am Abend, mit einem Kurzvortrag und anschließender Diskussion zum Thema Haltung und Arbeitsprozessen von Künstlern und wie das unsere Arbeitswelt verändern kann und sollte.
IMG_0468Am Sonntag war der Tag des Prototypings – die Teilnehmer sollen lernen, dass das Wort weniger Wert ist, als ein nachvollziehbarer Serviceprozess, prototypisch umgesetzt. Doing not talking. Und das Orgateam hat dieses Jahr die Messlatte hochgelegt: Mit dem Proto-Robot. Einem lebendigen Prototypen. Man munkelt, dass dessen Tanzkünste überragend sind ;-).IMG_0479Beim Global Service Jam kann jeder seine Stärken einbringen oder neue Stärken entdecken, egal ob als Moderator in seiner Gruppe, als guter Zeichner, Schauspieler, Ideengeber oder Kritiker – es gibt für jeden eine wichtige Aufgabe und Rolle.
IMG_0483Und dann war es vorbei. Ein großartiges Wochenende mit 50 tollen Menschen, 6 spannenden Service-Ideen und einer Menge positiver Energie.


Und wer bis hierher gelesen hat & jetzt selbst überlegt, ob er nächstes Jahr teilnehmen möchte, hier ein O-Ton eines Teilnehmers, der für uns Organisatoren sehr schmeichelnd ist!

Für alle, die sich schon oft die Frage gestellt haben: „Kann es Spaß machen ein ganzes Wochenende mit ca. 50 völlig wildfremden Menschen an einer Idee zu arbeiten die nur aus einem „Plumps“ entstanden ist?

Hier die völlig verstörende Antwort:

„Ja kann es Und wie!

Damit es dazu kommt, bedarf es wunderbarer Menschen, die eine Menge ihrer Lebenszeit in so ein fabelhaftes Projekt investieren.

Da bleibt nur eins zu sagen: „Danke“

Danke an das Mentoren-Team, die immer mit Rat und Tat zur Stelle waren, wenn der Prozess ins stocken kam.
Danke an das Team von Collab and Couch, die uns Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, in denen wir uns kreativ austoben konnten.
Danke an das kleine aber sehr feine Kamera-Team, welches unsere geistigen Ergüsse und den Weg dorthin auf sehr unauffällige Art und Weise dokumentierten.
Danke an Dirk Dobiey, der einen sensationell inspirierenden Vortrag über die Rolle der Kunst bei der Lösung von grundlegenden Problemen unserer Zeit gehalten hat.
Danke an das gesamte Orga-Team, die sich um Vorbereitung, Dokumentation, Materialien und ein sagenhaftes Catering gekümmert haben und außerdem immer kühle Getränke für heiß gelaufene Köpfe bereit hielten.
Danke an den super Moderator, der den roten Faden in der Hand hielt und uns auf den Weg brachte, auch wenn die Konzentration schon etwas nachließ.

Danke aber vor allem an die Menschen, die sich bereit erklärten sich auf diese Veranstaltung einzulassen und die aus einem einfachen Platschen viele wunderbare und kreative Service-Ideen zauberten.

Applaus!

Ich hoffe niemanden vergessen zu haben und vor allem, dass alle Beteiligten dieses Erlebnis noch eine Weile in ihren Herzen sowie Köpfen tragen und es einen frischen Wind in den Alltag bringt.

müde und dankbar

Joe“


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