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OMLIVE Recap – Just another Online Marketing Conference?

Unzählige Konferenzen zum Thema Online Marketing finden jährlich statt. Was soll also ein weiteres Zusammentreffen mit immer gleichen Vorträgen schon bringen? Nun zumindest, wenn Nils Kattau die Crème de la Crème des innovativen Online Marketings sowohl als Speaker, als auch als Teilnehmer zusammen bringt und auf seine erste eigene Konferenz lädt, sollte man sich dieses Event wohl nicht entgehen lassen. Schon die Teilnehmerliste auf Facebook war äußerst vielversprechend. Als sich dann am Tag vor dem Event langsam mein Newsfeed mit „Auf zur OMLIVE“-Posts füllte, konnte ich es auch kaum noch erwarten und stieg ins Auto Richtung Hauptstadt.

Angekommen erwartete mich Huxleys Neue Welt, eine hübsche Location mit schöner Aufmachung. Der Parkplatz direkt vor dem Gebäude kam mir bei dem starken Verkehr zur frühen Berliner Morgenstunde gerade Recht. Nach dem zügigen Einlass ging es direkt in den Saal, der wirklich cool hergerichtet war. Nils kann zur Organisation der OMLIVE nur beglückwünscht werden: Die Timeline wurde ohne große Abweichungen eingehalten, die Übergänge zwischen den Speakern verliefen ohne große Probleme und sowohl das Buffet als auch die Getränke waren trotz hunderten Besuchern jederzeit und ohne langes Warten erreichbar. Lediglich die Pointer-Technik ist für das nächste Jahr optimierungsbedürftig. 😉

Als Keynote Speaker konnte kein anderer als der große Karl Kratz gewonnen werden. Mit einigen Punkten zum Thema Verführung im Internet regte er die Köpfe zu so früher Stunde schon zum Denken an. „Mist. Das machen wir auch so.“, hallte es mehrfach hinter mir durch die Reihen, als Karl sich über völlig sinnlose Nutzerführungen im eCommerce ausließ.
Auf dieses Thema aufbauend lieferte André Morys, wie gewohnt, hilfreiche Ansätze aus dem Neuromarketing und zeigte den Besuchern, wie sie mit Hilfe von Limbic® den Nutzer noch besser ansprechen und Produktseiten für die jeweilige Zielgruppe entsprechend aufbereiten können. Dieser Vortrag gefiel mir sehr gut, da ich mich während des Studiums selbst intensiv mit dieser Methode befasst habe.

Ein weiterer sehr gelungener Vortrag war für mich die Aufbereitung von Marcel Prothmann zum Thema AdWords-Automatisierungen mit Hilfe von Scripten. Sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene, die noch immer auf „monkey business“ setzen, konnten hilfreiche Learnings für sich mitnehmen.

Was auf jeden Fall beibehalten werden sollte, ist der Slot von Thomas Schwenke. In der Praxis können wichtige Tipps sowie Ratschläge eines Rechtsanwalts sehr hilfreich sein. Ich behaupte, dass sein Vortrag zu rechtskonformen Newsletter-Anmeldeprozessen für sämtliche Besucher im Saal von Interesse war und jeder für sich einige wichtige To-dos mitgenommen hat.

Die folgenden Vorträge zur Suchmaschinenoptimierung waren ebenfalls sehr aufschlussreich. Jens Fauldrath traf mit seiner Aussage: „Auf ein beschissenes Fundament brauchst du auch nicht versuchen, das geilste Haus zu bauen.“, den Nagel auf den Kopf. Viel zu oft kommt es in der Praxis noch vor, dass einfache Basics aufgrund schlechter Systeme nicht umsetzbar sind und eine gute Optimierung überhaupt nicht gewährleistet werden kann. Es ist unerlässlich, dass man sich zuerst eine gute Arbeitsgrundlage schafft und SEO in interne Prozesse integriert.
Am meisten habe ich mich im Vorfeld auf den Vortrag von Dominik Wojcik gefreut, der mit seinen zahlreichen Denkansätzen auch wieder super performt hat. Seine Leidenschaft für das Thema war bis in die letzte Reihe zu spüren und sorgte somit für gebannte Stille im Saal. Michael Janssen bestätigte seinen Ruf als super Speaker für den praktischen Einsatz von Google Analytics. Mit seinen Fakten und Shortlinks befähigte er das Publikum schon während des Vortrags intensiv über notwendige Maßnahmen in der kommenden Woche, ja… vielleicht noch am gleichen Tag, nachzudenken.

Etwas weniger gefallen hat mir der Vortrag von Katrin Diener, bei dem ich mich irgendwie in der Zeit zurückversetzt fühlte. Mit Aussagen wie „wir schrieben Texte für Google“ oder „das Klickverhalten in den SERPs spielt keine Rolle für das Ranking“, verwirrte sie sicherlich viele der Anwesenden. Wahrscheinlich hat Katrin lediglich die Formulierungen treffender wählen sollen. Den erfahrenen SEOs im Raum war natürlich klar, was und wie genau sie die Aussagen in Bezug auf Ihre Optimierungen meinte.

Abschließend kann ich resümieren, dass die OMlive für den ersten Wurf sehr gut gelungen ist. Eine Konferenz soll den Besuchern Learnings und Insights geben, die eben nicht innerhalb von Minuten über Google zu finden sind. Wenn dieses Prinzip auch nächstes Jahr wieder beachtet, sogar vielleicht dahingehend noch verbessert wird, sehe ich viel Potenzial in der OMLIVE.

Bis nächstes Jahr. 🙂

Ein großes Danke für die Fotos geht an Christian Klant!


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