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Mobile Business Conference 2012 | Stuttgart

Bereits zum dritten Mal fand am 22. und 23. Oktober die Mobile Business Conference statt, dieses Mal im Domero Hotel Stuttgart. Das Programm versprach zwei spannende Tage rund um Mobile Commerce, Mobile Strategien, Mobile als Teil des Marketing Mix, etc. Etwas enttäuscht war ich dann leider vom ersten Konferenztag.

Die EnBW stellte ihre Entwicklungen im mobilen Bereich dar, was eine sehr spannende Angelegenheit war, da sie schon einiges auf die Beine gestellt haben. So z.B. eine App für Endverbraucher, namens iCockpit – der intelligente Stromzähler. Mit dieser App wird der Stromverbrauch transparent gemacht. Eine wirklich interessante Idee, wie ich finde. Aber wird dies auch von Kunden angenommen? Wie erfolgreich ist diese App? Zu diesen Fragen konnten leider keine detaillierten Antworten geliefert werden, was diese App somit nur als „eine Idee/einen Case“ von vielen dastehen lässt. Und dies zog sich durch viele weitere Vorträge und am Ende des ersten Tages stand ich mit zahlreichen Cases da und mit diversen Phrasen, die oft erwähnt wurden:

  • Eine App ist keine mobile Strategie!
  • Easy is the new difficult! (der Nutzer liebt einfach verständliche Anwendungen)
  • Responsive Webdesign ist unabdingbar!

Hier ein cooler Case (Augmented Reality) aus Dänemark:

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Aber genug der Jammerei, Tag 2 überraschte mich mit einem wirklich abwechslungsreichen und gedankenanregenden Programm. Dabei stand „Windows 8 im ersten App-Praxistest“ an erster Stelle und wir bekamen Slides zum Roll-out gezeigt. Des Weiteren wurde die Kicker-App vorgestellt, welche für Windows 8 entwickelt wurde.

Ein weiteres zentrales Thema war Mobile Commerce, bei dem ich mit einem sehr inspirierenden Vortrag von Frank Rehme (Metro Systems) überrascht wurde. Herr Rehme stellte die These auf, dass QR Codes von der NFC-Technologie abgelöst werden und er wirkte dabei durchaus entschieden. Eine diskussionswürdige These, die sich jedoch im Laufe des Vortrags im Sande verlief.  Neben NFC gibt es aber auch Touchcodes oder Accoustic Barcodes, die mit dem QR-Code  in „Konkurrenz“ stehen. Dafür lohnt jedoch ein zeitnaher separater Blogbeitrag.

Die NFC-Technologie spielt bei Mobile Payment die wichtigste Rolle. Mobile Payment boomt in Asien, vor allem in China und Indien. In Deutschland findet diese Art der Bezahlung noch keinen rechten Anklang. Einzelne Projekte befassen sich hierzulande mit Mobile Payment durch die NFC Technologie, so z.B. das Pilotprojekt zu Girogo der Sparkassen Hannover, Wolfsburg und Braunschweig. „Mit girogo können Kunden Beträge bis 20 Euro über die elektronische Geldbörse ihrer SparkassenCard ohne Unterschrift oder PIN bezahlen. Die Karte muss zum kontaktlosen Bezahlen nur an ein Lesegerät gehalten werden und der zu zahlende Betrag wird automatisch abgebucht.“ Die weiteren Meilensteine für die SparkassenCard mit girogo sehen laut Sparkasse wie folgt aus: „Ab August 2012 werden nach und nach alle 45 Millionen SparkassenCards gegen neue Karten mit der Kontaktlos-Technologie ausgetauscht. Ende 2012 können bereits mehr als 16 Millionen Sparkassen-Kunden die SparkassenCard mit girogo nutzen. Ende 2013 sollen dann schon 60 Prozent aller SparkassenCards umgetauscht sein.“ Ich bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung beim bargeldlosen Bezahlen.

Abschließend kann ich sagen, dass ich nach anfänglicher Skepsis mit vielen Anregungen nach Hause gefahren bin. Besonders hat mir die Größe der Konferenz gefallen. Schätzungsweise 60 Mobiler haben sich für die 2-tägige Konferenz eingefunden und konnten sich in den Kaffeepausen aktiv austauschen. Allerdings hätte der aktive Austausch gerade zum Themenbereich Mobile stärker gefördert werden können, bspw. in einem „Get Together“ nach dem ersten Konferenztag.

//kurz und teilbar//

Das Fazit zur Mobile Business Conference in Stuttgart. Die 2-tägige Konferenz unterhielt zu Themen wie Mobile Commerce, Mobile Strategien, Mobile als Teil des Marketing Mix, etc.