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Brand Storytelling gut machen

Die Bühne: Wir befinden uns in Leipzig, gleich neben dem Gohliser Schlösschen in der Leipzig School of Media.

Die Helden: 10 Seminarteilnehmer gut durchmischt aus Agenturen, Unternehmen und Hochschulen.

Der Konflikt: Wir wollen es wissen! Was hat es mit Storytelling auf sich? Was gibt es jenseits des Buzzwords zu entdecken? Was ist relevant für Unternehmen, Marken, Kommunikation und Medien?

Die Helfer: Unsere Unterstützer auf der Suche nach der Wahrheit sind Michael Geffken (Direktor Leipzig School of Media), Professor Dieter-Georg Herbst (UdK), Wolfgang Pütz (Programmchef Servus TV a.D.), Ulrich Schwarze (Audi), Maik Richter (Heimat Werbeagentur), Jan Eisenkrein (zugleich auch Seminarteilnehmer) und Miriam Löffler (Autorin und Beraterin Content Marketing).

Unser Ziel: Es gut machen: das Seminar und das Storytelling. Wir hatten also viel vor:

Erster Tag: hinterfragen, was es mit diesem Buzzword auf sich hat

Storytelling gehört immerhin zu den Säuen, die viel und gern durch die Marketingdörfer getrieben werden. Doch Halt! Diese Sau ist genau so alt wie die Menschheit selbst. Eine Sache, die Menschen schon immer betreiben. Überall. Zuhause, in der Bar, auf der Strasse, im Netz, in der Teeküche. Und ziemlich selten bisher: Im Marketing für Unternehmen, für Marken, für Mitarbeiter, für Kunden. Also doch kein Buzzword, im Gegenteil.

Was hält uns, Marketing- und Kommunikationsleute, davon ab, umzudenken?

Bis heute dachten wir, Fakten zählen. Stimmt auch. Aber die reichen nicht. Wir müssen weiter gehen: Themen besetzen, Gefühle vermitteln, Fakten in den Hintergrund. Warum eigentlich? Gefühle steuern den Verstand, nicht umgekehrt. Sie steuern am Ende die Kaufentscheidung. All das hat neurowissenschaftliche Gründe und darf deshalb geglaubt werden. Also nicht bei den Fakten aufhören. Ein Markenname, ein Produktfeature, der USP… sind unverzichtbar, aber nicht ausreichend. Was wir brauchen, wenn wir das haben, ist eine Story, eine richtig gute Geschichte. Denn nur die schafft es, Themen unserer Kunden zu besetzen und so zu kommunizieren, dass sie dabei auch was fühlen. Danach kommt die Kaufentscheidung.

Mit diesen fundierten Hintergründen schaffte das Seminar schon an Tag 1 etwas Besonderes: Der Film in meinem Kopf ging los… Kunden und Produkte, Marken und Kanäle – alles wurde auf die Frage nach einer Story geprüft. Was kann ich mir mehr wünschen als solches Kopfkino? Außer vielleicht noch etwas mehr Zeit für’s Digital Storytelling und einen zweiten Tag, der genauso fordert.

Zweiter Tag: Akzeptieren, dass jede Story ein Ende hat.

Cases wie Red Bull Stratos, Servus TV (Wolfgang Pütz) und Hornbach Hammer (Maik Richter) zeigen es: Nichts ist für die Ewigkeit. Trotzdem nicht aufgeben! Auch wenn in einer vernetzten und sich immer mehr diversifizierenden Welt richtig Arbeit hinter dem Content Marketing steckt. Und auch wenn dies sowohl in Unternehmen als auch in Agenturen, wie wir bei Audi (Ulrich Schwarze) eindrücklich sehen konnten, manchen Aufwand verursacht. Nicht aufgeben, denn wer eine starke Corestory für seine Marke hat, schafft es auch immer wieder, neue relevante Geschichten zu erzählen.

Marken_Stories

Die Realität ist bunt und so war auch Tag 2. Fallbeispiele und Herangehensweisen zeigten, dass Storytelling sich lohnt. Und am Ende steht wieder die alte Weisheit: Am besten funktioniert es bei konsequenter Markenführung, langem Atem und spannender Kreation.

Dritter Tag: Wir sind dran!

Miriam Löffler forderte uns mit einem Elevator Pitch heraus. Doch damit nicht genug. Bevor glückliche Sieger gekürt und stolze Trostplätze vergeben wurden, zeigte sie uns, was in Zukunft dran sein wird: Extrem viele Beispiele veranschaulichten unendliche Chancen und ungenutzte Potenziale, die mit Content Marketing auf Unternehmen und auf Agenturen zukommen.

Ähm, ist Content Marketing nicht auch so ein „Buzzword“? Nun ja, wollen wir nicht drauf rumhacken. Wir können ja doch nichts dran ändern, dass solche Begriffe herumschwirren. Wichtig ist an dieser Stelle, dass Content Marketing die gesamte Kommunikation im digitalen Kosmos umfasst – sofern sie die Bedürfnisse der Kunden mit Mehrwert beantworten. Und was denkt ihr?

Ja, jetzt sind wir dran: Es gibt eine Menge zu tun. Das hat Tag 3 deutlich gezeigt und die fehlende Stunde Digital Storytelling von Tag 1 mit einem Rundumschlag mehr als aufgeholt.

Übrigens war das Seminar eine Premiere bei der Leipzig School of Media, die damit eine im Ganzen sehr gelungene und zum Glück am Ende auch praktisch ausgerichtete Veranstaltung geschaffen hat.

Happy End also – wie sich das für eine gute Story gehört und eines ist sicher: Jede Marke und jedes Unternehmen kann etwas erzählen, das Relevanz besitzt. Also, finden wir’s gemeinsam raus!

PS: Was denkt ihr, wie hängen Storytelling und Contentmarketing zusammen oder lassen sich voneinander abgrenzen? Das würde ich gern mit euch diskutieren.